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Fachtagung „Die Zukunft der Frauen im Ländlichen Raum: KI und Arbeitswelt“

Am 8. Mai 2025 veranstaltete die Akademie Ländlicher Raum (ALR) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der drei LandFrauenverbände Baden-Württembergs eine Fachtagung in Denzlingen. In verschiedenen Vorträgen ging es um die Chancen und Risiken bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz, um New Work und den Weg in die Selbständigkeit.

Sabine Kurtz, MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sowie Martin Schreiner, Dezernatsleiter Ländlicher Raum im Landkreis Emmendingen unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung der KI-Technologien für die Zukunft des ländlichen Raums. Magdalena von Schwerin vom Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science, Ulm zeigte anhand von Beispielen auf, wo KI im Alltag der Menschen bereits Einzug gehalten halt und in welchen Lebensbereichen sie hilfreiche Unterstützung bieten kann. Sie warnte, KI nicht blind zu vertrauen und thematisierte den Gender-Gap: Bei der Entwicklung und Nutzung von KI dominieren Männer. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, das Stereotype ihren Weg in automatisierte Entscheidungssysteme finden und zur Benachteiligung einzelner Individuen oder Gruppen führen kann. Sie appellierte an die LandFrauen, KI-Tools, wie zum Beispiel ChatGPT, aktiv zu nutzen und durch gezielte Fragestellungen die weibliche Sichtweise stärker einzubringen.

Organisationsentwickler und New-Work-Brückenbauer Thobias Ilg erläuterte, was unter „New Work“ zu verstehen ist und skizzierte die mit dem Wandel der Arbeitswelt verbundenen Chancen für Frauen im Ländlichen Raum durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit. Melanie Göppert vom Fixenaturhof im Schuttertal, dlv-Unternehmerin des Jahres 2024, nahm die Zuhörerinnen mit auf eine bewegende Reise durch die Höhen und Tiefen beim Aufbau ihrer Selbständigkeit. Sie machte Mut, den eigenen Weg beharrlich zu verfolgen und sich von Rückschlägen nicht verunsichern zu lassen. Zum Dank für die Grußworte und Referate überreichte Präsidentin Christiane Wangler im Namen der AG eine Schale heimischer Erdbeeren.

Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs besteht aus den drei Verbänden Südbaden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. Der AG-Vorsitz wechselt jedes Jahr und liegt 2025 beim LandFrauenverband Südbaden. Unterstützt wurde das Seminar vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.